Sonderausstellungen
Neben der Dauerausstellung präsentiert das Museum Wolfhalden zwei Sonderausstellungen.
Sonderausstellung 2026 und 2027 Grub –
älteste Gemeinde im Vorderland
Mit seiner Gründung im Jahr 1475 ist Grub mit Abstand die älteste Gemeinde im Appenzeller Vorderland. Erst rund 150 Jahre später folgte mit Walzenhausen (1638) die zweite Gemeinde der Region.
Der Wunsch nach einer eigenen Kirche in der Nähe war damals ein entscheidender Grund für die Gemeindegründung. Jung und Alt sollten den Gottesdienst leichter besuchen können, denn dem Kirchenbesuch wurde in jener Zeit grosse Bedeutung beigemessen. Vor diesem Hintergrund nahmen die Gruber auch erhebliche finanzielle Belastungen und weitere Auflagen des Klosters auf sich, um ihrer bereits erbauten Kapelle die rechtliche Anerkennung zu sichern.
Prägend für die Geschichte von Grub waren zudem zwei Schiedsgerichtsentscheide der Eidgenossenschaft: die Grenzfestlegung von 1458 sowie das 1589 festgelegte Kirchenbenützungsrecht der beiden Konfessionen.
Von diesen Ereignissen erzählt unter anderem eine neue Sonderausstellung. Auf sechs Tafeln werden die schwierigen Anfänge der Kirchhöre Grub, ihre Entwicklung sowie die Hauptleute der letzten 160 Jahre vorgestellt. Zudem werden die Entwicklungsziele von Grub AR aufgezeigt und die Geschichte der sechs ältesten Weiler dargestellt.
Konsul Carl Lutz –
Der stille Held, der 60'000 Leben rettete, 2025 & 2026:
In Gedenken an den 50. Todestag von Konsul Carl Lutz aus Walzenhausen erinnert das Museum an seine außergewöhnliche Zivilcourage. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er 1944/45 in Budapest rund 60000 Menschen vor der Verfolgung.
Die Ausstellung zeigt Dokumente, Fotografien und Filmsequenzen, die sein bewegtes Leben nachzeichnen. Besondere Einblicke bieten die Ausschnitte aus seinen Berichten an die Bundesverwaltung aus dem Jahr 1946 sowie sein persönliches Curriculum von 1968.