Willkommen
im Museum Wolfhalden

Im Herzen des Appenzellerlands bewahrt das Museum Wolfhalden wertvolle Zeugnisse der regionalen Geschichte. Eingebettet in ein historisches Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, präsentiert das Museum faszinierende Einblicke in das Alltagsleben vergangener Jahrhunderte, bedeutende Persönlichkeiten der Region und die traditionsreiche Heimweberei. Entdecken Sie spannende Dauerausstellungen, aktuelle Sonderausstellungen und liebevoll kuratierte Trouvaillen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Aktuell

Eröffnung der Sommersaison 2026
am Sonntag, 3. Mai um 10.00 Uhr
mit der Sonderausstellung
«Grub. Die älteste Gemeinde im Vorderland – 1475»

10. Mai 2026 (Kant. Museumstag) 14.00 Uhr
öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

Mech. «Sägeli» mit Transmissionsantrieb um 1910

Dieses über 100-jährige Sägeli ist ein Eigenfabrikat und stand in der Werkstatt von Mechaniker Karl Klee, Schachen im Einsatz. Angetrieben wurde es von der betriebsinternen Transmission (Riemenantrieb). Dieser Betrieb existierte von 1859 bis 2006. Sie bauten zahlreiche Mostereien und Wasserräder ebenfalls die grosse Umlenkrolle der Drahtseilbahn Rheineck-Walzenhausen. Ein weiteres Meisterstück war der Umbau der Kirchenuhr in Reute von zwei auf vier Zifferblätter und die Ergänzung von einem auf zwei Zeiger. Beim Bau der Wasserversorgung in Reute 1910 trugen sie eine grosse Mitverantwortung und betreuten dieses Werk bis 2006. Ebenso wirkten sie über Generationen als Betriebsmechaniker in der Brauerei Locher in Oberegg.

Sonderausstellung 2026 und 2027 Grub – älteste Gemeinde im Vorderland

Mit seiner Gründung im Jahr 1475 ist Grub mit Abstand die älteste Gemeinde im Appenzeller Vorderland. Erst rund 150 Jahre später folgte mit Walzenhausen (1638) die zweite Gemeinde der Region. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche in der Nähe war damals ein entscheidender Grund für die Gemeindegründung. Jung und Alt sollten den Gottesdienst leichter besuchen können, denn dem Kirchenbesuch wurde in jener Zeit grosse Bedeutung beigemessen. Vor diesem Hintergrund nahmen die Gruber auch erhebliche finanzielle Belastungen und weitere Auflagen des Klosters auf sich, um ihrer bereits erbauten Kapelle die rechtliche Anerkennung zu sichern. Prägend für die Geschichte von Grub waren zudem zwei Schiedsgerichtsentscheide der Eidgenossenschaft: die Grenzfestlegung von 1458 sowie das 1589 festgelegte Kirchenbenützungsrecht der beiden Konfessionen. Von diesen Ereignissen erzählt unter anderem eine neue Sonderausstellung. Auf sechs Tafeln werden die schwierigen Anfänge der Kirchhöre Grub, ihre Entwicklung sowie die Hauptleute der letzten 160 Jahre vorgestellt. Zudem werden die Entwicklungsziele von Grub AR aufgezeigt und die Geschichte der sechs ältesten Weiler dargestellt.

Klöppeln

Klöppeln ist eine traditionelle Handarbeitstechnik, bei der mit spindelförmigen, meist aus Holz gefertigten Klöppeln und aufgewickeltem Garn kunstvolle Spitzen entstehen. Die Herstellung erfolgt durch ein systematisches Wechselspiel von Drehen, Kreuzen und dem Stecken von Nadeln in einem Mehrfachsystem. Die Grundlage für jede „echte Spitze“ bildet eine Mustervorlage, der sogenannte Klöppelbrief. Ein Klöppelständer und Klöppelbriefe sind Teil der Sammlung in unserem Museum.

Trouvaillen

Über 200 Jahre alte Klarinette aus der Werkstatt des Instrumentenbauers Bartholome Lutz (1756–1833) vom Bühel in Wolfhalden. Die Klarinette wurde fachmännisch restauriert und ist wieder spielbar. Eine Tonaufnahme ermöglicht es, den Klang dieses besonderen Instruments zu erleben.

Gemeindefahne

Die Gemeindefahne von Wolfhalden aus dem Jahr 1771 trägt in den vier Ecken den Schriftzug «FÜR-WOLF-HAL-DEN». In der Mitte steht der Ausserrhoder Bär neben einer Palme – ein Symbol für das milde Klima am Kurzenberg. Auf dem Schild sind die Kirche, das Pfarrhaus und die Tobelmühle abgebildet. Zudem erinnern Schwerter an den Sieg in der Schlacht von Wolfhalden 1445.

Biblia

Drei alte Bibeln (Biblia)
im Folio-Format (40 × 27 cm)


Zürcher-Übersetzung
von Johann Caspar Ulrich,
Ausgabe von 1755

Zwei Übersetzungen
nach Dr. Martin Luther,
Ausgaben von 1733 & 1778

Im Museum gibt es noch viele weitere historische Schätze zu entdecken!